Männerchor Harmonie 2019

Handörgler und Harmonie Moordeich geben Neujahrskonzert

Quelle: Kreiszeitung – von Andreas Hapke – 4.01.2019

Eine bunte Mischung spielen die Bremer Handörgler im Stuhrer Rathaus. Foto: Bianca Schüttpelz
Foto: Bianca Schüttpelz

Auf den ersten Blick haben das Harmonika-Orchester der Bremer Handörgler und der Männerchor Harmonie Moordeich nicht viel gemeinsam: Die einen musizieren im Sitzen, die anderen singen im Stehen. Und doch gibt es da eine Überschneidung, auf die beide allerdings gerne verzichten würden: Nachwuchssorgen. Umso bemerkenswerter, dass die Gruppen immer wieder genügend Mitglieder für ihre Auftritte zusammenbringen. Gemeinsam treten sie am Sonntag, 20. Januar, 15 Uhr, im Rathaus Stuhr auf.

Den Auftakt macht der Chor Harmonie Moordeich, der unter Leitung von Anna Koch Klassiker wie „Die Zigeunerin“, „Zauber der Musik“ und „Ich hab’ mein Herz in Heidelberg verloren“ singt. Insgesamt bringen die Männer zwölf Lieder zu Gehör, bevor es in eine halbstündige Pause geht. „Die Bühne muss für die Akkordeongruppe hergerichtet werden“, erklärt Harmonie-Vorsitzender Fritz Meyer. Die Besucher können sich die Unterbrechung mit Kaffee und Kuchen versüßen.

Gegen 16.30 Uhr übernehmen die Handörgler, die laut Leiterin Renate Koch eine „bunte Mischung“ spielen – von Udo Jürgens und Simon & Garfunkel über Klezmer bis hin zu Film- und Operettenmusik. „Wir freuen uns auf Konzerte in dieser Gegend“, sagt Renate Koch. Beim letzten Auftritt in Heiligenrode sei die Kirche „rappelvoll“ gewesen.

Zum Schluss stellen sich die Männer vor die Bühne, um mit den Handörglern „Das Lied der Freude“ vorzutragen. „Ihr Freunde nun das Lied erklang“ und „Amazing Grace“ folgen.

Neujahrskonzert im Rathaus Stuhr am 21.01.2019
Quelle: Weser-Kurier- Anke Bayer-Thiemig

Gute Stimmung verbreiteten der Männerchor Harmonie Moordeich und das Harmonika-Orchester Brinkum der Bremer Handörgler im Stuhrer Ratssaal – am Ende auch Seite an Seite

Der Männerchor Harmonie Moordeich gehört zu den ältesten Kulturvereinen der Gemeinde.

Der Männerchor Harmonie Moordeich gehört zu den ältesten Kulturvereinen der Gemeinde. (Fritz Meyer)

Stuhr-Varrel. Das Gemeinschaftserlebnis, das Rampenlicht beim Auftritt, das faszinierende Gefühl, Teil eines harmonischen Ganzen zu sein: Chorgesang ist mehr als das Betätigen der Stimmbänder. Sangesfreudige Herren machten den Anfang beim diesjährigen Neujahrskonzert im Stuhrer Rathaussaal und verwöhnten die Besucher mit einem vielfältigen Repertoire. Unter der Leitung von ihrer sehr engagierten Anna Koch imponierte der Männerchor Harmonie Moordeich, überwiegend vierstimmig, mit bekannten Beiträgen wie „Wir grüßen euch alle“, „Die Rose“ und dem neu einstudierten „Dankeschön und auf Wiedersehen“. Schon mit dem stimmungsvollen „Zauber der Musik, wir schenken euch ein Lied“ und dem Canon „Dubadap Da“ gelang es den 14 Sängern im schicken Zwirn, ihr gespannt lauschendes Publikum in eine fast andächtige Stimmung zu versetzen.

Immer wieder wussten die gestandenen Herren zu gefallen, den Gästen mit Songs wie dem bekannten „Ich hab’ mein Herz in Heidelberg verloren“ oder der „Zigeunerin“ Altbewährtes zu liefern. „Vor Ihnen steht eine Rarität“, ließ Michael Brandt schmunzelnd wissen. „Reine Männerchöre gibt es kaum noch“, so der Moderator weiter, der gekonnt durch den Abend führte. Manch einer der Zuhörer war nicht nur textsicher, sondern sang auf Wunsch der Chorleiterin mit, andere wippten mit den Beinen oder klatschten im Takt. Angetan von den Männern auf der Bühne waren wohl alle Zuhörer. Die fröhlichen Lieder wurden von der Zuhörerschaft mit viel Applaus bedacht.

Bevor das Harmonika-Orchester Brinkum der Bremer Handörgler unter der Leitung von der sehr in sich ruhenden Renate Koch nach der Pause schwungvoll und abwechslungsreich mit einer bunten Mischung an Liedern wie verschiedenen Medleys oder dem Eröffnungslied „Einzug der Musikanten“ für weitere Begeisterung sorgte, ließen sich die Angereisten an den Tischen im Foyer duftenden Kaffee zu leckerem Kuchen servieren. Die Akkordeonspieler mit Unterstützung am Schlagzeug von Detlef Jüptner, Carlo Papen am Bass und Frank Warfelmann am Keyboard griffen kräftig in die Tasten, der Spielplan der Musiker war vielseitig und abwechslungsreich. Gegründet 1990, haben die Protagonisten Unmengen Auftritte hinter sich. Zu den Gründerinnen gehörte auch Renate Koch. Und wie sie erzählte, fand die Gründung im Keller ihrer Eltern statt. Einmal mehr unterstrich das Ensemble, dass das gemeinsame Akkordeonspiel die gekonnte Beherrschung des Instruments eines jeden Musikers voraussetzt. Zum Abschluss gab es den vereinten Auftritt aller Protagonisten mit Stücken wie „Das Lied der Freude“ und „Ihr Freunde nun das Lied erklang“.

„Waren die gut drauf“, war mehrfach von den Besuchern zu hören. Dass der Rathaussaal gut besucht war, soll nicht verschwiegen werden. Mag sein, dass dazu auch der Termin beigetragen hat und Neujahrskonzerte nicht immer an Neujahr stattfinden müssen. Vielleicht hat sich auch der gute Ruf der Ensembles herumgesprochen. Allein der Männerchor gehört zu den ältesten Kulturvereinen der Gemeinde. Die Gruppen verbreiteten mit ihren Beiträgen eine unvergleichliche, gute Stimmung. Nach Zugaben endete ein überzeugender Konzertnachmittag, der Lust auf das nächste Event machte. Am Schluss gab es verdientermaßen donnernden Applaus.